Wie hat sich unsere Schrift entwickelt?


Die Schrift ist eine der ältesten Kulturtechniken der Welt. Von ihrem Ursprung als Bildsprache an Felswänden bis zu virtuellen Computer-Emoticons hat Schrift sich in vielen Entwicklungsstufen stets gewandelt.

Vom Aufkommen der Schrift in der Antike bis zur Erfindung des Buchdrucks im ausgehenden Mittelalter wurden Dokumente und Bücher handschriftlich hergestellt. Die lateinische Schrift erfuhr in diesem Zeitraum mehrmalige Veränderungen, die wir Ihnen hier kurz skizzieren wollen. Dabei richten wir den Fokus auf die Verbesserung der Lesbarkeit, die mit den typografischen Entwicklungsschritten einherging.


Wortzwischenraum

Das römische Alphabet entsprach bereits weitgehend dem heutigen. Allerdings bestand es zunächst nur aus Großbuchstaben. Frühe römische Inschriften und antike Pergamenthandschriften zeigen aneinander gereihte Buchstaben. Ohne Abstand sind einzelne Wörter jedoch schwer zu erfassen. Der Text lässt sich nur mühsam lesen – selbst für geübte Leser.

Ohne Abstand sind Worteinheiten nur schwer zu erfassen. Der Text ist nur schwer zu lesen. swisshippo@fotolia.com
Handschrift aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. Quelle: Bibliothèque nationale de France, Paris.
Ohne Abstand sind Worteinheiten nur schwer zu erfassen. Der Text ist nur schwer zu lesen. Mehr dazu im Videobeitrag.


Gliederung und Interpunktion

Zur besseren Lesbarkeit führen die Aufteilung von Texten in Abschnitte und erste Interpunktionszeichen. Größere Einheiten werden durch Initialen oder Zeilenneuanfang markiert, Texte bekommen mehr Struktur. Feine Interpunktionen zwischen den Wörtern machen den Text für das Auge übersichtlicher und vereinfachen den Leseprozess. Schließlich entwickelt sich auch der Punkt am Ende des Satzes.

Feine Interpunktionen zwischen den Wörtern verbessern die Lesbarkeit. BlackMac@fotolia.com
Initialen und Zeilenneuanfang markieren Texteinheiten. Seite des Muspilli-Manuskriptes aus dem 9. Jahrhundert, Bayerischen Staatsbibliothek in München.
Größere Einheiten werden durch Initialen oder Zeilenneuanfang markiert. Mehr dazu im Videobeitrag.
Durch die Einführung des Wortzwischenraums wird der Text übersichtlich. Mehr dazu im Videobeitrag.


Kleinschreibung

Schon die römischen Schreibschriften bildeten mit der Zeit immer mehr kleine Buchstaben heraus. Die Kleinschreibung entwickelte sich und setzte sich nach dem Untergang des Römischen Reiches und einer Übergangsphase mit vielen unterschiedlichen Schriftstilen im späten achten und frühen neunten Jahrhundert durch: Die karolingische Minuskel mit Ober- und Unterlängen verbreitete sich unter dem Einfluss der kulturellen Bestrebungen Karls des Großen in Westeuropa. Die karolingische Minuskel war eine einheitliche und schnell lesbare Normschrift mit einfachen Buchstabenformen, ausgewogenem Schriftduktus, deutlichen Abständen, großgeschriebenen Substantiven – mit lauter guten Lese-Eigenschaften. Auf ihr basiert die gesamte weitere Entwicklung der lateinischen Schrift in Mittelalter und Neuzeit.

Karolingische Minuskel: Ober- und Unterlängen gliedern das Schriftbild.
Vulgata-Handschrift in karolingischer Minuskel, British Libary.
Ober- und Unterlängen der karolingischen Minusekl gliedern das Schriftbild und erleichtern die Lesebarkeit Mehr dazu im Videobeitrag.
Etwa um 750 n. Chr. wurde die karolingische Minuskel entwickelt. Die Kleinschreibung war erfunden. Mehr dazu im Videobeitrag.




Was bedeutet das für den Unterricht mit ABC der Tiere?

Der Silbentrenner für optimale Lesbarkeit

Die Lesbarkeit der Schrift hat im Laufe ihrer historischen und typografischen Entwicklung zugenommen. Der immer flüssiger werdende Schriftgebrauch der Mönche des Frühmittelalters hat mit den Minuskeln zusätzliche Orientierungshilfen hervorgebracht:

Die Ober- und Unterlängen der Konsonanten markieren die einzelnen Silben eines Wortes und zeigen die Anfänge und Endränder der Silben an.

Die Kleinschreibung beschränkt sich hauptsächlich auf das Mittelband. Das Zentrum der Silben bilden die Vokale im Mittelband.

Der farbige Silbentrenner aus ABC der Tiere unterstützt diese immanenten typografischen Orientierungshilfen und macht sie bewusst sichtbar. Die Lesbarkeit der Schrift wird für Leseanfänger noch einmal optimiert.


Lesetexte für Leseanfänger mit dem Silbentrenner als Lesehilfe

Besonders für Leseanfänger muss die einfache Lesbarkeit der Schrift sichergestellt sein. Die Leseprogramme des Mildenberger Verlags sind deshalb mit dem farbigen Silbentrenner ausgestattet. Mit dem Silbentrenner können Erstleser den Wortsinn über die Silben sofort erfassen. Das Lesen wird wesentlich leichter und schneller.

Der farbige Silbentrenner als Lesehilfe

Lesedidaktische Aufbereitung der Lesetexte

Auch die Faktoren Schriftart und -größe, Zeilenabstand und Zeilenumbruch im Sinnzusammenhang tragen wesentlich zum Leseerfolg bei.

Leseanfänger benötigen ihrem Lernstand angemessene Texte: Die Differenzierung ergibt sich aus der Textmenge, der Einschränkung der verwendeten Buchstaben und der Unterstützung durch Illustrationen.

Der Mildenberger Verlag bietet kleine Büchlein mit kurzen einfachen Sätzen, anspruchsvolle Kinderliteratur, Sachtexte, Sagen, Märchen, Geschichten für Jungen und Mädchen – alles mit dem farbigen Silbentrenner.

Lesedidaktische Aufbereitung




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Klaus Kuhn

 

 

 

 

Klaus Kuhn ist Hauptautor des Lese- und Schreiblehrgangs „ABC der Tiere” aus dem Mildenberger Verlag, Offenburg.

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