Zur Methode
Kinder brauchen strukturierte Angebote von Anfang an. Deshalb sind die Lese- und Schreibsilben im ersten Schuljahr nach dem Muster der beiden folgenden Silbentypen aufgebaut.
Beispiel: „Wir le-sen in Sil-ben.”
Das deutsche Standard-Wort ist zweisilbig. Die erste Silbe ist betont; die zweite Silbe enthält immer den Vokal „e”.
Der Vokal der ersten Silbe wird lang („le sen”) oder kurz („Sil ben”) gesprochen.
Schärfung:
Soll eine offene Stammsilbe („Ke te”) jedoch kurz gesprochen werden, kommt der Typ 2 zur Anwendung („Ket te”). Der „Stopper” weist den Leser an: „Sprich den Stammvokal kurz!”
Alle Doppelkonsonanten einschließlich ck (alias kk) und tz (alias zz) erfüllen diese Funktion.
Dehnung:
Soll ein einsilbiges Wort gegen den Standard von Typ 2 lang gesprochen werden (z.B. „Sohn”), muss das dem Leser durch ein „stummes h” angezeigt werden.
Eine Sonderstellung nimmt der lange Stammvokal „i” in der offenen Silbe ein. Er wird immer mit „ie” („Wie-se, Zie-ge”) gekennzeichnet.
Anmerkung:
Lawine zählt als dreisilbiges Wort nicht zum deutschen Standard!



