Wichtiger Hinweis zur Neubearbeitung

Die Lehrgangsmaterialien „ABC der Tiere“ für Klasse 1 bis 4 liegen in einer Neubearbeitung vor. Weitere Informationen zur Neubearbeitung und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier.

ABC der Tiere 1 – Schreiblehrgänge


ABC der Tiere – Schreiblehrgang Druckschrift (nur Klasse 1)

Der Schreiblehrgang in Druckschrift bietet für die einzuführenden Silben/Buchstaben jeweils drei Seiten an. Ausgehend von der normgerechten Ausführung der Buchstaben werden Silben, Wörter und erweiterte Aufgaben angeboten. Auf der ersten Seite erscheinen die Gebärde und das Ankertier zum jeweiligen Laut. Entsprechend dem obligatorischen Silbentrenner in der Fibel schreiben die Kinder auch im Schreiblehrgang prinzipiell mit zwei Farben oder dem Wendestift.

Der Schreiblehrgang ist so konzipiert, dass er von den Kindern selbstständig bearbeitet werden kann.

Als Beilage ist eine alphabetischen Lauttabelle mit den Ankertieren und den Hinweisen zur Benutzung der Lauttabelle für das Lesen und Schreiben enthalten.

Bei den Schreiblinien klären große Abbildungen oder große Schreibbeispiele in der Schreibzeile auf der linken Seite die Schreibrichtung. Für Linkshänder steht am rechten Rand über der Schreibzeile der jeweilige Buchstabe, die Silbe oder das Wort in verkleinerter Schriftgröße. So erhalten Linkshänder eine Schreibhilfe. Die grundlegende Schreibrichtung wird klar angezeigt. Das ist besonders für Kinder mit einer LRS-Disposition eine wichtige Hilfe.

Die Verankerung der Buchstaben kann zusätzlich unterstützt werden: Es besteht die Möglichkeit, bei der Einführung der Buchstaben und Laute die Tiergeschichten von Mia und Mio zu integrieren.

Der Schreiblehrgang Druckschrift im Überblick:

  • 2 Hefte mit jeweils 60 Seiten
  • Vielfältige und abwechslungsreiche Übungen
  • Integration der Gebärden
  • Vierfarbige, motivierende Illustrationen, abgestimmt auf Silbenfibel®, Arbeitsheft und Tiergeschichten zu den Ankertieren

Die Elemente im Schreiblehrgang

(Bitte klicken Sie auf das Vorschaubild für eine vergrößerte Darstellung)


Weitere Beispielseiten

Schreiblehrgang Druckschrift: ch


ABC der Tiere – Schreiblehrgang verbundene Schriften

Der Zeitpunkt der Einführung einer verbundenen Schrift wird je nach geltenden Bildungsplänen der einzelnen Bundesländer und individuellen pädagogischen Entscheidungen der Lehrer vor Ort sehr unterschiedlich festgelegt. Im vorliegenden Schreiblehrgang „Verbundene Schrift LA / VA / SAS“ sind die einzelnen Blätter in einer Sammelmappe geheftet und können so flexibel eingesetzt werden.

Die Reihenfolge der Buchstabeneinführung folgt der Silbenfibel®. Für viele Buchstaben stehen zwei Seiten zur Verfügung. Die Gestaltung der ersten Seite orientiert sich am Druckschriftlehrgang mit Einspurbuchstaben, Gebärden und Ankertieren. Die zweite Seite enthält Wörter aus der entsprechenden Fibelgeschichte.

Der Lehrer kann für seine Klasse den Zeitpunkt der Einführung selbst festlegen. Die Schüler steigen auf der Seite, die der aktuellen Silbenfibel-Geschichte zugeordnet ist, in den Schreiblehrgang ein. Alle Seiten davor werden in einem angemessenen Zeitraum nachgeholt.


Beispielseiten

(Bitte klicken Sie auf das Vorschaubild für eine vergrößerte Darstellung)



ABC der Tiere – lehrwerksunabhängige Schreiblehrgänge in Heftform (VA, LA, SAS)

Die Schreiblehrgänge ermöglichen jedem Kind die normgerechte Schreibung einer verbundenen Schrift (VA, SAS, LA) zu erlernen.

Ausgehend von Vorübungen wird jeder Buchstabe mit eine Fingerspur eingeführt. Nachspurübungen mit Silben und Wörtern trainieren die Bewegungsabläufe. Schreibübungen und Hefteinträge sichern die Handschrift in einer verbundenen Schrift.

Der Schreiblehrgang enthält vielfältige Aufgabenformate in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit – auch Aufgaben zum freien Schreiben und zum Verfassen eigener Texte.

Die Schreiblehrgänge in Heftform sind abgestimmt auf ABC der Tiere, sind aber auch lehrwerkunabhängig einsetzbar. Für Klassensufe 1 und 2.


Beispielseiten

(Bitte klicken Sie auf das Vorschaubild für eine vergrößerte Darstellung)


ABC der Tiere 1 – Schreiblehrgang Grundschrift

Der neue Schreiblehrgang Grundschrift bei ABC der Tiere

Der neue Schreiblehrgang Grundschrift gliedert sich in drei Teile. In Teil A und Teil B lernen die Kinder die Buchstaben kennen und schreiben. Zu Beginn werden auch Schwungübungen angeboten. In Teil C werden die Verbindungen geübt.
 
Die Vorteile

  • Der Schreiblehrgang Grundschrift ist auf den Lehrgang „ABC der Tiere“ abgestimmt: die Kinder kennen z.B. die Ankertiere und Gebärden aus dem Lesebuch und den Arbeitsheften. Andere Grundschrift-Lehrgänge sind meist nicht an ein Gesamtprogramm angebunden, was viel Abstimmungsarbeit nach sich zieht.

  • Der Schreiblehrgang Grundschrift kann parallel zu „ABC der Tiere“ eingesetzt werden: Die Reihenfolge der Buchstabeneinführung folgt der Silbenfibel® und auch die zu schreibenden Wörter entstammen den Fibelgeschichten.

  • Der Schreiblehrgang Grundschrift ersetzt die Lehrgänge Druckschrift und Schreibschrift – es ist kein weiterer Schreiblehrgang mehr nötig.

Das Grundschrift-Ergänzungs-Paket

Arbeitsblätter und Buchstaben für die Ankertier-Karten in Grundschrift

Das Grundschrift-Ergänzungs-Paket ermöglicht die Verwendung der Kopiervorlagen im Handbuch, der Ankertiere und der Arbeitsblätter zur Differenzierung mit der Grundschrift.

Das Grundschrift-Ergänzungspaket enthält:

Zu ABC der Tiere 1 – Handbuch (Bestell-Nr. 1403-70):

Die Kopiervorlagen KV 28 bis 74 (S. 315 bis 361) mit Beispielwörtern in den Schreibzeilen in Grundschrift

Zu ABC der Tiere 1 – Ankertiere (Bestell-Nr. 1402-75):

Alle Buchstaben zum Aufkleben in Grundschrift

Zu ABC der Tiere 1 – Arbeitsblätter zur Differenzierung (Bestell-Nr. 1403-77):

Alle 25 Seiten mit Beispielwörtern in den Schreibzeilen in Grundschrift zum Austauschen.


Die Grundschrift

Kinder lernen nur noch eine Schriftart

Lesen- und Schreibenlernen sind eine Einheit. Dies greift die neue Grundschrift auf. Statt wie bisher beim Schreibenlernen zwei Schreiblehrgänge zu durchlaufen – zuerst einen für die Druckschrift, in der Kinder parallel auch das Lesen lernen, und dann einen zweiten für eine verbundenen Schreibschrift – lernen Kinder nur noch eine Schriftart: die Grundschrift.
 

Eine handgeschriebene Druckschrift ...

Die Buchstabenformen der Grundschrift orientieren sich an denen der Druckschrift des normalen Schreiblehrgangs Druckschrift. Die Großbuchstaben werden genau wie „Druckbuchstaben“ geschrieben.

Die Kleinbuchstaben sehen aus wie eine Art „handgeschriebene Druckschrift“. Kleinbuchstaben, die mit einem Abstrich enden, laufen in einem kleinen Wendebogen aus, durch den Verbindungen zum nächsten Buchstaben möglich sind (zum Beispiel a, d, i, l, m, n).

Zu einigen Buchstaben gibt es Formvarianten, die sich an den etablierten verbundenen Schreibschriften orientieren. Die Kinder lernen die alternativen Schreibweisen kennen und können ausprobieren, was sich für ihre Hand besser schreiben lässt.

Mit den Wendebögen können einzelne Buchstaben gut und schwungvoll verbunden werden.

... mit flexiblen Buchstabenverbindungen und -formen ...

In der Grundschrift werden aber nicht alle Buchstaben miteinander verbunden, sondern nur einzelne Buchstabengruppen, bei denen sich die Verbindung aufgrund der Wendebögen automatisch ergibt.

Jeder Schreiber kann die Verbindungen individuell setzen, sie sind anders als bei den bisherigen Verbundschriften nicht zwingend vorgeschrieben. Das Wort Himmel kann in zwei oder drei Buchstabengruppen geschrieben werden. Ebenso sind Varianten der Buchstabenformen möglich, z.B. beim l oder g, j, k, v oder w.

... für eine individuelle und gut lesbare Schrift.

Durch die sehr offenen Vorgaben kann jedes Kind von Beginn an eine individuelle Schrift entwickeln. Einzige Prämisse ist immer: jeder Buchstabe muss deutlich erkennbar sein, die Schrift flüssig geschrieben und gut leserlich.


Ziel des Schreiblehrganges

Ziel des Schreiblehrganges ist die Fähigkeit, eine Sprech-Silbe spontan in eine Buchstabenfolge umzusetzen. Von einfachen Silben ausgehend werden nach dem Modell „Konsonant – Vokal – Konsonant“ Schritt für Schritt weitere Kombinationen entwickelt. Da die meisten schwachen Schreiber Defizite in der Koordination mitbringen, ist es besonders hilfreich das gleichzeitige Silbensprechen und Silbenschreiben zu erarbeiten. Orthografie durch Silbenstruktur: Der Kernbereich der deutschen Rechtschreibung ist in der Silbenstruktur der Wörter begründet. Diese Einsicht führt die Kinder zum bewussten Rechtschreiben.

Dem obligatorischen Silbentrenner entspricht beim Schreiblehrgang die Verwendung von zwei Farben. Die Silbe wird ohne abzusetzen geschrieben. Oberzeichen werden nach jeder Silbe gesetzt.

Der Wechsel des Farbstiftes, bzw. das Drehen des Wendestiftes nach jeder Silbe erleichtert dem Schüler die Eigenkontrolle und erlaubt dem Lehrer eine nachträgliche Kontrolle des Schreibprozesses. Der Wechsel des Stiftes verhindert zudem eine verkrampfte Schreibhaltung. Der „Pinzettengriff“ als richtige Fingerhaltung wird trainiert und automatisiert.


Die Phasen des Schreibenlernens gemäß der Silbenmethode

Vorübungen

Bei Schulanfängern sind oft Schwierigkeiten bei der Stifthaltung und beim Malen zu beobachten. Viele freie Schwungübungen ohne Zeilen helfen eine flüssige Bewegung zu erlernen. Grundlegende Elemente der Schrift wie Arkaden, Girlanden, Links- und Rechtskreise werden in immer kleinerer Ausführung automatisiert. Die Schreibung der Grundelemente wird durch synchrones Zählen oder Sprechen von Versen gesteuert. Das phasenweise Einführen der Buchstaben wird dadurch vorbereitet.

Beispiel:

Abbildung: Beispiel

Diese Schreibübungen können auch im Klassenverband praktiziert werden. Das Tempo wird langsam gesteigert, bis der gewünschte Schreibfluss erreicht ist. Diese Phasensteuerung der Schreibbewegung wird auf die Buchstaben und Silben übertragen.

Beispiel:

Abbildung: Beispiel

Durch die phasengesteuerten Schreibübungen werden die Silbenmodelle automatisiert. Die Kinder müssen beim Schreiben nicht mehr nachdenken.

Phase 1: mu, mi, mo, ma, me

Nachdem die Buchstaben m, u und i eingeführt sind, beginnen wir gleich mit dem Schreiben von Silben. Wie bei den Schwungübungen steuern wir die Schreibbewegung durch synchrones Mitsprechen wie: mu „eins – zwei – drei – Schwung – ab“. Dieses anfängliche Mitsprechen dient der flüssigen graphomotorischen Ausführung der ersten Schreibversuche und ist nicht gleichzusetzen mit der Funktion der Pilotsprache. Gelingt das zügige Schreiben weniger Silben, beginnen wir mit dem Schreiben nach Gehör. Die Lehrerin diktiert zunächst einzelne Silben, die Kinder sprechen die Silbe nach und schreiben sie ohne zu zögern. Gelingt das Schreiben nicht spontan, helfen wir mit Handzeichen oder lassen die Silbe auf dem Silbenschieber – oder Mini-Silbenschieber (Beilage Arbeitsheft) – einstellen. Alle Silben entsprechen in diesem Stadium dem Muster „Starter – Klinger“.

Phase 2: del – mit – los (Starter – Klinger – Stopper)

Neben dem Bearbeiten der Übungsblätter ist das Schreiben von ständig variierten Silbenreihen nach Gehör oder auswendig gekonnten Reihen (Silbenteppich) ein unverzichtbares Element der täglichen Routine: nur so kann das Silbenschreiben nach Diktat automatisiert werden. Grundsätzlich sollten vor der logographischen Arbeit die Phonographischen Grundlagen erworben werden. Tägliche Übungen können wie folgt gestaltet werden:

1. Schritt:
Die Lehrerin nennt die Silbe „sal“. Die Kinder schreiben die Silbenkette salselsilsolsul mit zwei Farben und sprechen jede Silbe vor dem Schreiben.

2. Schritt:
Die Lehrerin nennt eine zweite Silbe „be“ (Endsilbe). Die Kinder schreiben die Silbenkette salbeselbesilbesolbesulbe mit zwei Farben und sprechen jede Silbe vor dem Schreiben.

3. Schritt:
Die Lehrerin fragt: „Wer findet die zwei Wörter in der Kette?“ Die Kinder schreiben Salbe und Silbe mit großen Anfangsbuchstaben und zwei Farben.

Auf diese Art kann der neue Buchstabe der Woche gleich im Silbenkontext geübt werden. Mit zunehmender Routine nehmen solche Übungen immer weniger Zeit in Anspruch und führen alle Kinder zum automatisierten Silbenschreiben.

Phase 3: Von Einzelsilben zu Wörtern – Fallbeispiele

An dieser Stelle des Lernprozesses können wieder Seitigkeitsprobleme
auftreten (z. B. Salaman red).

Abbildung: Fallbeispiel

Wird eine geschlossene Silbe, z. B. „der“, nicht unmittelbar nach dem Sprechen geschrieben (weil ein Buchstabe nicht verankert ist), treten häufig Fehlschreibungen auf. Das Zögern nach dem Sprechen verhindert, dass der elementare Regelkreis zwischen Sprechen und Schreiben aufgebaut wird. In diesem Fall ist es langfristig immer günstiger, eine Stufe im Schwierigkeitsgrad zurückzugehen, als bei hohen Anforderungen schleppend zu arbeiten, da neuronale Verknüpfungen nur innerhalb eines Zeitfensters von etwa drei Sekunden aufgebaut werden können.

Zur Schreibsteuerung sprechen wir in Silben und schreiben mit zwei Farben. Die Arbeit mit den beiden elementaren Silbenmustern erschließt uns in den folgenden Schuljahren die wichtigsten Regeln der Orthografie: ie, stummes h, Doppelkonsonanten, tz (alias zz) und ck (kk).

In rhythmischen Übungen mit Kontrastpaaren (Wie-se – wis-sen, Kä-fer – Kof-fer, Sä-ge – Sä-cke, Käu-ze – Kat-ze usw.) entwickeln wir die akustische Differenzierungsfähigkeit der Schüler. Sie sind dann in der Lage, Dehnungen und Schärfungen spontan zu schreiben.

Das Silbenmuster Starter – Klinger – Stopper wird von den Kindern immer kurz gesprochen. Wir vermeiden in diesem Stadium einsilbige Wörter wie Hut, Mut, Ton und Tür, die als ehemalige th-Wörter unserer Regel nicht entsprechen. Zweisilbige Formen dieser Wörter sind unproblematisch. Ebenso diktieren wir Sätze im Plural, wenn Auslautverhärtungen und Doppelkonsonanten vor „t” Schwierigkeiten bereiten würden.

Also nicht: Der Hund bellt.           Sondern: Die Hunde bellen.

Den Satz im Plural können die Kinder mit der verfügbaren Strategie richtig schreiben. Erst wenn Sicherheit auf diesem Niveau erreicht ist, behandeln wir die Schreibung von Ableitungen.

Beim Schreiben nach Gehör wie auch beim freien Schreiben wird die Lauttabelle zu Hilfe genommen. Damit gelingt es jedem Kind, die Buchstaben zu verankern. Die Kontrolle erfolgt durch das Kind selbst. Die Wörter werden silbierend gelesen und bewusst auf die Übereinstimmung mit dem entsprechenden Silbenmuster überprüft.

Wenn dieser Prozess:
1. silbenweises Vorsprechen,
2. unverzügliches Schreiben mit wechselnden Farben,
3. silbierendes Lesen und Kontrolle des Silbenmusters zum Ritual (verinnerlicht) wird, gelingt das Schreiben ohne Auslassungen und Verdreher.

Die Kinder gewinnen Sicherheit und Selbstvertrauen nach dem Motto:
„Ich kann selbst herausfinden, wie man richtig schreibt!“

Diese Einstellung lässt keine Angst vor Fehlern aufkommen und trägt als selbst bestimmtes Handlungskonzept viel zur Schreibmotivation bei.

Die Phasen des Schreibenlernens gemäß der Silbenmethode


Noch ein Wort zum Verhältnis zwischen Schrift und Sprechen. Wir haben uns zu folgender Didaktischen Reduktion des komplexen Sachverhaltes entschlossen:

  1. Deutsche Wörter sind zweisilbig trochäisch.

  2. Die betonte erste Silbe ist entweder offen (le-sen) oder geschlossen (Sil-be). Die Buchstaben nennen wir Starter – Klinger und Starter – Klinger – Stopper. Die offene Silbe wird mit langem Klinger, die geschlossene mit kurzem Klinger gesprochen.

  3. Die unbetonte zweite Silbe hat immer den Klinger e.

  4. Wird ein einsilbiges Wort nach dem Muster Starter – Klinger – Stopper (Sohn) lang gesprochen, muss die Abweichung von der generellen Regel dem Leser durch ein stummes h angezeigt werden.

  5. Soll die offene Stammsilbe kurz gesprochen werden (Ket-te), wird ein zusätzliches t als Stopper eingefügt, um dem Leser das vertraute Muster für den kurzen Stammvokal zu präsentieren.

Haben die Kinder diese elementare Funktion der beiden Silbenmuster erkannt, können wir vom silbierenden zum flüssigen Lesen übergehen. Wir haben bei diesem Lernprozess das Dehnsprechen vermieden, das in der Folge häufig zur Übergeneralisierung der Doppelkonsonantenschreibung (Kof-fer also Käf-fer) führt. Darüber hinaus lesen die Kinder mit der richtigen Betonung (Trochäus), was für das sinnerfassende Lesen von großer Bedeutung ist.

Zur Schreibsteuerung sprechen wir jedoch weiterhin in Silben und schreiben mit zwei Farben. Die Arbeit mit den beiden elementaren Silbenmustern erschließt uns in den folgenden Schuljahren die wichtigsten Regeln der Orthografie: ie, stummes h, Doppelkonsonanten, tz (alias zz) und ck (kk). In rhythmischen Übungen mit Kontrastpaaren (Wie-se – wis-sen, Kä-fer – Kof-fer, Sä-ge – Sä-cke, Käu-ze – Kat-ze usw.) entwickeln wir die akustische Differenzierungsfähigkeit der Schüler. Sie sind dann in der Lage, Dehnungen und Schärfungen spontan zu schreiben.

Das ist aus unserer Sicht die Logik des Zeichensystems Schrift. Die Pilotsprache erscheint besonders geeignet, diesen Sachverhalt zu vermitteln. Weitere Informationen finden Sie hierzu unter Arbeitsheft Kontrastpaare (langsame und schnelle Wörter rhythmisch unterscheiden).

Für Schülerinnen und Schüler ist es meist leichter, in dieser systematischen Weise mit der Rechtschreibung umzugehen. Sie sind unbefangener als Erwachsene mit ihrer langen, oft widersprüchlichen Erfahrung mit diesem Thema. Die grundsätzliche Betrachtung von Wörtern in der zweisilbigen Grundform legt auch das silbische Verlängern bei fraglicher Schreibung des Auslautes nahe, z. B. „liegend“ mit d oder t am Ende wird abgeleitet über die silbische Verlängerung „liegende“.

Wenn wir die Schreibfehler vieler Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitabschnitt beobachten, stellen wir fest, dass die Großschreibung nach Artikel, die Schärfung, die Dehnung und die sogenannten „Leichtsinnsfehler“ die Hauptfehlerquellen ausmachen. Die Bezeichnung „Leichtsinnsfehler“ ist irreführend: Kein Kind macht in Prüfungssituationen „leichten Sinnes“ Fehler. Es handelt sich dabei vielmehr um Steuerungsfehler, weil das Silbenschreiben nicht automatisiert ist.

Wenn es gelingt, die oben genannten Fehler zu vermeiden, ist in jedem Falle ein zumindest befriedigender Standard zu erreichen. Auf dieser Grundlage können dann, wo dies notwendig erscheint, periphere Sondergrafien erarbeitet werden.

Zur Frage der phonetischen Bewusstheit

Im Lehrgang „Lesen und Schreiben in Silben“ werden Wörter von Anfang an strukturiert wahrgenommen, z.B.: La ma. Die Entsprechung der zeitlichen Abfolge (1. Silbe – 2. Silbe) des gehörten oder gesprochenen Wortes mit der räumlichen Anordnung von links nach rechts (in zwei Farben) wird andauernd bewusst gemacht. Die Schreibung der einzelnen Silbe erfolgt nach dem gewohnten Raster: Starter – Klinger oder Starter – Klinger – Stopper. Diese permanente Strukturierung des Schreibens ist für alle Kinder eine Orientierungshilfe. Reine Anlautkonzepte ohne Silbenstruktur müssen die Orientierung im gehörten oder gesprochenen Wort vermehrt durch „Übungen zur phonetischen Bewusstheit“ unterstützen.

Mildenberger Internetshop

Schreiblehrgang Druckschrift, inkl. Lauttabelle, Arbeitsblätter, 120 S. (je 2 x 60 S.), Gh

Bestell-Nr. 1403-81
ISBN  978-3-619-14381-8


Schreiblehrgang Lateinische Ausgangsschrift, Arbeitsblätter, 64 S., vierf., gl, gel., Beilage: Lauttabelle, Sammelmappe

Bestell-Nr. 1403-82
ISBN  978-3-619-14382-5


Schreiblehrgang Vereinfachte Ausgangsschrift, Arbeitsblätter, 64 S., vierf., gl, gel., Beilage: Lauttabelle, Sammelmappe

Bestell-Nr. 1403-83
ISBN  978-3-619-14383-2


Schreiblehrgang Schulausgangsschrift, Arbeitsblätter, 64 S., vierf., gl. gel., Beilage: Lauttabelle, Sammelmappe

Bestell-Nr. 1403-84
ISBN  978-3-619-14384-9


Schreiblehrgang VA in Heftform, 56 S., vierf., Gh, Beilage „Schreibtabelle“

Bestell-Nr. 1402-33
ISBN  978-3-619-14233-0


Schreiblehrgang in Heftform, Schulausgangsschrift, 56 S., vierf., Gh, Beilage „Schreibtabelle“

Bestell-Nr. 1402-36
ISBN  978-3-619-14236-1


Schreiblehrgang LA in Heftform, 56 S., vierf., Gh, Beilage „Schreibtabelle“

Bestell-Nr. 1402-88
ISBN  978-3-619-14288-0


Schreiblehrgang Grundschrift, Teil A, B (Einübung der Buchstaben, je 64 S.) und C (Einübung der Verbindungen, 24 S.), Kartonbeilage „Lauttabelle“, vierf., Gh.

Bestell-Nr. 1403-72
ISBN 978-3-619-14372-6


Grundschrift-Ergänzungs-Paket, zur Einlage/Verwendung mit der Grundschrift von Handbuch, Ankertieren, Arbeitsblättern zur Differenzierung; 57 Seiten, Loseblattsammlung, vierfach gelocht

Bestell-Nr. 1403-73
ISBN 978-3-619-14373-3

Kostenlose Prospekte

Prospekt: ABC der Tiere, Klasse  1 – 4


Prospekt: Eine Einführung in die Silbenmethode


Prospekt: Die Silbenmethode – Lesetexte · Silbenspiele