Reime fördern das Sprachgefühl und damit das Lesen- und Schreibenlernen



Was das Reimen angeht, ist Lurs, das grüne Lese- und Rechtschreibmonster unseres Partners LegaKids, ein wahrer Fachmann. Kindgerecht formuliert und animiert, erklärt er in der Folge „Vom Gruseln und Reimen“, was ein Reim ist, wie man einen Reim erkennt und wie man selbst einen Reim macht.

Zeigen Sie den Film direkt im Unterricht und regen Sie Ihre Schüler so zum Reimen an. Denn reimen ist gut fürs Lernen. Warum? Das erfahren Sie in diesem Video.

Über LegaKids

Unser Partner LegaKids ist ein soziales Non-Profit-Unternehmen. Es richtet sich an alle, die Informationen über Lese-/Rechtschreibunsicherheiten, LRS, Legasthenie oder Rechenschwäche suchen. LegaKids hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern Mut und Selbstvertrauen zu geben und ihre Lernfreude zu fördern.
Direkt zu www.legakids.net


Reime und Abzählverse sind beliebt und pädagogisch äußerst wertvoll

Kinder reimen gern – weil es so schön klingt. Und weil Reime so herrlich unsinnig sein können. 

Deshalb sind auch Abzählverse so beliebt.

Verse wie: „Ene, mene, mu – und raus bist du“ machen Kindern Freude und sind – so wenig wertvoll sie klingen mögen – wichtige Vorläuferleistungen für sinnverstehendes Lesen und korrektes Schreiben.

Achten Sie aber stets auf eine klare Artikulation und beim Auszählen auf die präzise Koordination des Zeigens mit der Schreibhand mehr dazu lesen Sie hier.


Die Umsetzung in ABC der Tiere

Bei einsilbigen Wörtern ist der Klinger reimentscheidend

In der Silbenmethode von „ABC der Tiere“ lernen die Kinder den Aufbau der Silben: Starter – Klinger – Stopper.

  • Starter = Konsonant, mit dem die Silbe beginnt
  • Klinger = der Vokal der Silbe
  • Stopper = Konsonant, mit dem eine geschlossene Silbe endet

Damit sich Silben reimen, muss der Klinger immer gleich sein.

Bei einsilbigen Wörtern bedeutet das: gleicher Klinger = Reim.

Zum Beispiel:

Bad, Rad, ...

Maus, Haus, ...

Kuh, Schuh, ...


Bei zweisilbigen Wörtern kommt es beim Reimen auf den Klinger der betonten Silbe an

Auch bei zweisilbigen Wörtern entscheidet der Klinger über die Reimfähigkeit des Wortes. Ausschlaggebend ist hier stets der Klinger der betonten Silbe.

Hier gilt: Wörter mit gleichem Klinger in der betonten Silbe und gleich klingender unbetonter Endsilbe, reimen sich.

Zum Beispiel:

Hose, Dose, Rose, Lose, ...

Panne, Wanne, Tanne, Pfanne, Kanne ...

Garten, warten, Karten, starten ...

Doch welche ist die betonte Silbe? 


Bei deutschen Standardwörtern ist immer die erste Silbe betont ...

... das ist eine der 5 Grundregeln der deutschen Sprachstruktur:

  • Deutsche Wörter sind zweisilbig.
  • Deutsche Wörter werden auf der ersten Silbe betont.
  • Die erste Silbe kann offen oder geschlossen sein.
  • Der Vokal der zweiten Silbe ist immer ein „e“.
  • „Schnellere“ Wörter haben Doppelkonsonanten.

Diese Grundregeln werden mit dem Häuschenmodell von „ABC der Tiere“ erklärt und vermittelt.


Und schon gelingt das Reimen

Kinder, die mit der Silbenmethode Lesen und Schreiben lernen, kennen die Systematik und Struktur der deutschen Sprache. Für sie ist Reimen in der Regel kein Problem.

Sie erkennen die Systematik des Reimvorgangs in der Regel intuitiv und finden schnell passende Reimwörter.


Bereits im Vorschulalter mit Reimen den Grundstein für richtiges Lesen und Schreiben legen

Das Heraushören eines Endreims in Abzählversen und Kinderliedern ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer akustisch-phonetischen Differenzierung. Übungen zum Heraushören des Endreims fördern das Sprachgefühl und beugen Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen vor.

Warum ist das so? Die Kinder lernen auf den Klang von Lauten, Silben und Wörtern zu hören und so gelingt der Schritt vom Sprechen und Hören zum Lesen und Schreiben problemloser.

Reime spielen also eine wichtige Rolle beim Lesen- und Schreibenlernen: Das Ende einer Verszeile wird als Entsprechung zur vorhergehenden Zeile erkannt. Die akustische Erwartung wird eingelöst und bestätigt.

Bereits im Vorschulalter kann man gezielt Übungen mit Reimwörtern einsetzen. Sollten Ihre Schüler Schwierigkeiten mit dem Heraushören von Lauten, Silben und Wörtern haben, sollten Sie Reimwort-Übungen unbedingt in der Grundschule nachholen.

Besonders gut eignen sich hierfür Vorlagen mit Reimwortpaaren.

Reimpaare finden wie hier z.B.:

MausHaus; WanneTanne;

TonneSonne; NaseHase;

SchnabelGabel; ...



Reimen Sie in Klasse 1 kräftig weiter

Das rhythmische Lesen von Versen fördert durch den Wechsel von betonten und unbetonten Silben den Lesefluss.

Verse zielen grundsätzlich immer auf das Zeilenende. Aus dem „punktuellen“ Ablesen wird mehr und mehr ein zusammenhängender, die Satzmelodie berücksichtigender Vortrag.

Das Lesen der Verse kann im fortgeschrittenen Stadium noch mit Klatschen oder Gehen auf die Betonung begleitet werden. Dadurch wird die für die deutsche Sprache typische Abfolge von „betonten – unbetonten Silben“ (Trochäus) erfahrbar.

Warum das so wichtig ist? Die Wahrnehmung dieses Musters ist für das Lesen und Verstehen der deutschen Sprache von entscheidender Bedeutung.


Üben Sie zunächst mit Reimwörtern

Der Lehrgang „ABC der Tiere“ setzt häufig Reimwörter und Verse in den Lesetexten und Übungsmaterialien ein.

Anfangs werden im „ABC der Tiere – Arbeitsheft“ immer wieder Übungen mit Reimwörtern angeboten.

So wird aus einer Maus ganz schnell eine Laus und aus Trauben werden Schrauben.

Die Kinder verinnerlichen mit diesen Übungen das Reimprinzip und erfahren immer wieder, dass nur ein Laut über die Bedeutung eines Wortes entscheiden kann.

Reimwörter zweifarbig schreiben. So erkennen die Kinder die Systematik der Reimbildung noch besser.

Und sie sehen schnell, dass der Klinger der betonten Silbe von Reimwörtern immer identisch ist.

TraubenSchrauben, MauerBauer,

DiebeSiebe, Fieberlieber ...


Mit Gedichten lesen und schreiben üben

Um das Lesen zu üben, kommen immer wieder Gedichte zum Einsatz.

Durch die Erwartungshaltung, dass sich die Wörter am Versende reimen, gelingt das Lesen leichter und macht mehr Spaß.

An die Leseübungen sind immer noch zusätzliche Übungen gekoppelt, die das sinnverstehende Lesen trainieren oder das korrekte Schreiben der Wörter.

Die „ABC-Gedichte“ von „ABC der Tiere“ eignen sich optimal, um das Abc zu lernen: Die Kinder müssen das Gedicht erst in die richtige Reihenfolge bringen und dann laut lesen und richtig artikulieren üben.

Und da man sich alles, was sich reimt, besonders gut merken kann, halten Sie Ihre Schüler am besten dazu an, das Abc-Gedicht auswendig zu lesen.   


Motivieren Sie die Kinder zum Reimen – es darf auch mal ein Quatschgedicht sein

Regen Sie die Schüler immer wieder zum Reimen und Aufsagen von Abzählversen an. Sie fördern damit das Silbenbewusstsein, verbessern das Verständnis für die unterschiedlichen Laute, die Kreativität und den Wortschatz der Kinder.

Außerdem erreichen Sie in der Regel alle Kinder. Denn fürs Reimen sind auch die schüchternen und eher passiven Schüler mit Feuereifer bei der Sache. 


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Klaus Kuhn ist Hauptautor des Lese- und Schreiblehrgangs „ABC der Tiere” aus dem Mildenberger Verlag, Offenburg.

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