Spielend lesen und schreiben lernen mit den Mildenberger Silbenspielen

Lesen- und Schreibenlernen kann kurzweilig und unterhaltsam ein. Das zeigen Ihnen im aktuellen Video Klaus Kuhn und die vier Grundschulkinder Antonia, Bastian, Emilia und Vinzent. Sie haben die Mildenberger Silbenspiele „Silbenquartett“, „Die verrückten Silbenwesen“ und „Silbenpirat“ für Sie erprobt – und wie viele andere begeisterte Silbenspieler für gut und spielenswert befunden. Doch sehen Sie selbst...


Didaktischer Hintergrund der Silbenspiele

Kinder können – meist schon bevor sie in die Schule kommen – selbst mehrsilbige Wörter mehr oder weniger gut in einzelne Silben zerlegen. Sie können meistens die Anzahl der Silben richtig ermitteln, auch wenn sie die Silbengrenze nicht in allen Fällen richtig erkennen.

Das ist die Ausgangsposition für den Erwerb der Schriftsprache in der Grundschule.

Findet Schrifterwerb mittels einer reinen Laut-/Buchstabenzuordnung statt, haben viele Kinder Probleme, mühsam und verzerrt gelesene Wortvorformen mit der Normalaussprache zu vereinbaren.

An diese Problematik knüpfen die Silbenspiele des Mildenberger Verlags an und eröffnen den ersten Zugang zu schriftlichen Strukturen.


Auf eine betonte Silbe folgt immer eine unbetonte Silbe

Im Vordergrund aller Silbenspiele stehen das Erkennen der Silbe als Einheit und die Abfolge von betonter und unbetonter Silbe als grundlegendes Muster des Deutschen.

Die meisten Wörter im Deutschen folgen diesem Muster bzw. lassen sich auf diese Form zurückführen (z. B. Steinpilz, Stei-ne und Pil-ze) oder zu dieser Form erweitern (z. B. rot – ro-te; Tier – Tie-re).

Für einen optimalen Lerneffekt erfolgt die Auswahl des Wortmaterials der Mildenberger Silbenspiele genau aus dieser Abfolge. Bei regelmäßigem Spielen können die spielerisch erfassten Strukturen dann auch auf außerhalb der Spielsituation zu lesende Wörter übertragen und sogar zum Schreiben genutzt werden.


Die 3 Abteilungen einer Silbe: Starter – Klinger – Stopper

So unterschiedlich die einzelnen Spiele sind, haben Sie doch alle eines gemeinsam: Aus Silben sollen jeweils zweisilbige Wörter gebildet werden und die Kinder sollen auf spielerische Weise die Struktur der deutschen Sprache erfassen.

Ob als Münze, als Spielkarte oder als Tiervorder- oder -hinterteil: die Silben sind stets in drei Abteilungen untergliedert.

Die erste Abteilung ist für den Starter, die zweite für den Klinger und die dritte Abteilung für den Stopper reserviert.

Die zweite Abteilung ist immer durch einen Vokal besetzt, in den Abteilungen des Starters und/oder Stoppers stehen Konsonanten – diese Abteilungen können aber auch leer stehen.


Die Struktur einer betonten Silbe

Für das Lesen ist die Abteilung des Stoppers von ausschlaggebender Bedeutung:

  • Der Klinger in einer betonten Silbe wird immer voll artikuliert.

  • Ist die letzte Abteilung unbesetzt, wird der Klinger lang gesprochen.
    Bildlich gesprochen: Der Klinger hat viel Platz sich auszubreiten, z. B. NA.

  • Ist die letzte Abteilung besetzt, wird der Klinger nur kurz gesprochen.
    Bildlich gesprochen wird der Klinger gequetscht und hat keinen Raum sich zu entfalten, z. B. KAN.

  • Wörter mit Schärfungsschreibung sind gesondert zu betrachten. Hier trifft der Konsonant in der dritten Abteilung auf einen gleichen Konsonanten in der nachfolgenden unbetonten Silbe. Der Klinger der betonten Silbe wird aufgrund des Stoppers kurz gesprochen. Der Konsonant in der dritten Abteilung wird aber nur geschrieben – gelesen wird nur ein Konsonant, z. B. KAS-SE.

  • Steht in einer betonten Silbe ein R in der letzten Abteilung, wird es zusammen mit dem Klinger eher wie EA gesprochen, z. B. PER-LE.

Die Struktur einer unbetonten Silbe

Unbetonte Silben haben immer ein E in der mittleren Abteilung. Wie das E gelesen wird, hängt aber wieder von der letzten Abteilung ab.

  • Ist die dritte Abteilung unbesetzt, wird das E nicht voll artikuliert, sondern eher gemurmelt, z. B. Ha-se.

  • Ist die dritte Abteilung mit einem R besetzt, werden E und R zusammen ähnlich wie ein A gesprochen, z.B. Kin-der.

  • Steht ein L oder N in der dritten Abteilung, tritt das E lautlich meist gar nicht in Erscheinung. Ein Wort wie „legen“ wird als „legn“ gelesen.

Wichtige Erkenntnisse für den Leselernprozess

Im Umgang mit den Mildenberger Silbenspielen erfahren die Kinder, dass unbetonte Silben weniger variantenreich sind. Sie wiederholen sich sehr häufig oder unterscheiden sich oft nur in einer Abteilung.

Diese Einsicht erleichert den Leselernprozess, denn viele Silben müssen nicht immer wieder neu entziffert werden.


Die 6 Silbenspiele des Mildenberger Verlags

Für jedes Kind das passende Spiel

Das Legespiel „Der kleine Silbenzauber: Die verrückten Silbenwesen“ ist ein  klassisches Memo-Spiel mit leseförderndem Ansatz. Die Kartenpaare setzen sich aus den Bild- und Worthälften zusammen. Ziel ist es, zu jedem Tiervorderteil das passende Tierhinterteil zu finden. Dabei entstehen lustige Fantasietiere. Neben Hase und Robbe tauchen zum Beispiel auch Tiere wie Gämke – halb Gämse, halb Krake – auf. Die Kinder lesen die neu entstandenen Wörter ihren Mitspielern laut vor.

Was für Leseanfänger ein gutes Training darstellt, ist für Sie als Lehrkraft eine wertvolle Beobachtungschance: Kann ein Schüler das Wort „Rabe“ wirklich lesen oder weiß er es einfach? Wenn er Rabe tatsächlich liest, dann kann er „Rabe“, halb Rabe, halb Robbe, auch richtig vorlesen. 

„Die verrückten Silbenwesen“ lassen sich wegen der bildhaften Unterstützung bereits zu Beginn des Leseerwerbs einsetzen. Die Kinder orientieren sich zwar primär an den Bilder, sie trainieren aber die silbische Gliederung und die Abfolge des Betonungsmusters. Das kommt ihnen dann später beim Lesen und Schreiben zu Gute.

Zur Spielanleitung mit genauen Informationen zur Fertigkeitsanalyse der Schüler


Der große Silbenzauber: Silbenpirat

Für Leseanfänger und -anfängerinnen eignet sich dieses Brettspiel besonders gut, da es den Kindern auf spielerische Weise einen ersten Einblick in das deutsche Schriftsystem ermöglicht. Es ist für bis zu 5 Spieler gedacht.

Die Piraten müssen ihre Schatztruhen mit Wortschätzen, bestehend aus einer Haupt- und einer Reduktionssilbe, füllen. Nach dem Kapern einer Hauptsilbe auf dem Wasser, muss der findige Pirat auf dem Festland die passende zweite Silbe zu seinem Wort finden. Es gewinnt, wer seine Schatzkiste zuerst gefüllt hat.

Bei dem Spiel geht es um Schnelligkeit, Überblick und Strategie – wie es sich für echte Piraten gehört.

Die komplette Spielanleitung mit didaktischem Hintergrund erhalten Sie hier


Der große Silbenzauber: Kartenspiele

Diese Spielbox beinhaltet zwei Kartenspiele auf Silbenbasis. Es ist optimal einsetzbar zur Förderung leistungsstarker Kinder in Klasse 1 oder für leistungsschwächere Kindern in den Klassen 2 und 3.

Das Silbenquartett ist ein Kartenspiel und funktioniert nach dem bekannten Spielprinzip: Je zwei zweisilbige Wörter bilden zusammen ein Quartett.

Silbenmagie funktioniert wie ein Rommé: Die Spieler müssen frei Wortpaare finden und ablegen. Hierbei kommt es auf Kombinationsgabe und Sprachkenntnis an.

Beim Beobachten der Kinder im Umgang mit den Karten gewinnen Sie als Lehrkraft einen Eindruck in das bereits vorhandene Strukturwissen der Lernenden und können evtl. Förderbedarf ausmachen. 

Beginnen Sie bei Kindern mit wenig Leseerfahrung oder im Förderunterricht mit dem „Silbenquartett“, da dieses den Leseprozess auf Wortebene visuell unterstützt. Das Kartenspiel „Silbenmagie“ ist etwas anspruchsvoller, da die Karten mehr oder weniger frei zu Wörtern kombiniert werden können und nur die schriftlichen Strukturen hier Grenzen setzen.

Alle Spielvariationen im Überblick


Der große Silbenzauber: Silbendomino

Ziel des Silbendominos ist es, die beiden Hälften eines Wortes zusammenzufügen und alle Silbenkarten so schnell wie möglich anzulegen.

Auch bei diesem Spiel ist gut zu beobachten, dass die Endsilben bei vielen Wörtern identisch sind: Ha-se, Ho-se, Va-se, Nüs-se …

Das ist ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung des Wortbewusstseins und dem Wissen von Wortstrukturen. Durch das bekannte Spielprinzip können die Spieler sofort loslegen.

Die ausführliche Spielanleitung erhalten Sie hier


Der große Silbenzauber: Silbenrennen

Bei diesem Brettspiel für 2 Spieler sind Kombinationsgabe, Übersicht und Lesefähigkeit gefragt.

Die beiden Spieler leiten jeweils eine Spedition und schicken ihre LKWs mit den Hauptsilben auf die Piste, um die richtigen Reduktionssilben aufzuladen. Sieger ist, wer alle seine beladenen Lkw als Erster zurück in der Garage hat.

Zur Spielanleitung für pfiffige Spediteure


Der große Silbenzauber: Silbenquadrat

Hierbei handelt es sich um ein eher ruhiges, fast meditatives Spiel, dessen Reiz im Rätselcharakter der Aufgabe liegt.

Die Aufgabe besteht darin, aus Silben ähnlich wie bei einer Rechenpyramide Wörter zusammensetzen.

Das große Silbenquadrat entsteht jedoch nur durch die richtige Lösung.

Ausführliche Informationen zum Spiel und seiner didaktischen Grundidee finden Sie hier


Alle Silbenspiele im Überblick

Alle Silbenspiele des Mildenbergers im Überblick finden Sie unter:
www.mildenberger-verlag.de/silbenzauber


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Klaus Kuhn ist Hauptautor des Lese- und Schreiblehrgangs „ABC der Tiere” aus dem Mildenberger Verlag, Offenburg.

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