Klasse 1

Konzeption

Standard – Ausgabe

  • Die Silbenfibel®
  • Arbeitsheft Druckschrift
  • Schreiblehrgang Druckschrift
  • Handbuch mit methodisch-didaktischen Kommentaren
  • Arbeitsblättern zur individuellen Förderung und Differenzierung
  • Folien
  • CD der Lieder und Kontrastpaare

Die Silbenfibel ist das Leitmedium.

Arbeitsheft, Schreiblehrgang und alle anderen Materialien sind auf die Silbenfibel abgestimmt.

Diese Grundausstattung der Materialien ist für die erfolgreiche methodische Umsetzung im Unterricht von zentraler Bedeutung. Das umfangreiche Materialangebot insgesamt ermöglicht die differenzierte Förderung und Forderung von Schülerinnen und Schülern aus dem gesamten Leistungsspektrum.

Der Lese- und Schreiblehrgang mit der analytischen Silbenmethode

Lesen und schreiben sind die unbedingten Voraussetzungen für die Zukunft jedes einzelnen Kindes.
Jede weitere Bildung baut auf diesen Kompetenzen auf. Die Grundlagen für das Beherrschen der Kulturfertigkeiten Lesen und Schreiben werden in der Grundschule, ja in den ersten Monaten der 1. Klasse, gelegt.

ABC der Tiere ist der Lehrgang mit der Silbenmethode und bietet das komplette Konzept, das die Vorteile der Silbenmethode – und zwar für das Lesen und das richtige Schreiben – vollständig erschließt.
Der Silbentrenner ist die entscheidende Hilfe für Leseanfänger.

Die Materialien von ABC der Tiere fördern und fordern die Kinder auf dem Weg des Lesen- und Schreiben­lernens. Dabei eröffnen sich für starke Schüler viele Möglichkeiten zum freien und individuellen Arbeiten – schwächere Kinder erhalten so viel strukturierte Angebote, wie sie benötigen, um ebenfalls erfolgreich am Unterricht teilnehmen zu können.

Mit ABC der Tiere können Schülerinnen und Schüler in einem abwechslungsreichen, einfachen Unterricht mit Erfolg und Freude lesen und schreiben lernen.

Kompakt – Ausgabe

Förderausgabe

Neben der Standard-Ausgabe von ABC der Tiere gibt es ergänzend eine Förderausgabe: die Silbenfibel Kompakt für Klasse 1 bzw. das Lesebuch und das Spracharbeitsheft Kompakt für Klasse 2 (i. Vorb.). Für Klasse 3 und 4 liegen die Schülermaterialien in einer silbierten Form vor.

ABC der Tiere 1 Kompakt – Förderausgabe besteht im Wesentlichen aus:

  • Die Silbenfibel® Kompakt
  • Lehrerhandbuch zur Silbenfibel® Kompakt
  • Arbeitsheft zur Silbenfibel® Kompakt
  • Schreiblehrgang Druckschrift Kompakt

Die Silbenfibel ist das Leitmedium.

Arbeitsheft Kompakt, Schreiblehrgang Kompakt und alle anderen Materialien sind auf die Silbenfibel Kompakt abgestimmt.

Diese Grundausstattung der Materialien ist für die erfolgreiche methodische Umsetzung im Unterricht von zentraler Bedeutung. Das umfangreiche Materialangebot insgesamt ermöglicht die differenzierte Förderung und Forderung von Schülerinnen und Schülern aus dem gesamten Leistungsspektrum.

Differenzierung

Vielfältige aufeinander abgestimmte Materialien ermöglichen eine echte Differenzierung. Die Schülermaterialien für Klasse 1 liegen in einer Standard-Ausgabe und einer Kompakt-Ausgabe  vor. Passend dazu sind die Arbeitsblätter zur individuellen Förderung und Differenzierung. Zusätzlich ermöglicht die Lesebox eine punktuelle oder längerfristige intensive Förderung.

Individualisierung

Wiederkehrende abwechslungsreiche und motivierende Aufgaben ermöglichen den Kindern ein selbstständiges Arbeiten. Freiarbeit und ein jahrgangsübergreifender Unterricht sind somit möglich. Mit dem Lernstandsheft (Silbenfibel und Silbenfibel Kompakt) können die Kinder im Austausch mit der Lehrerin und dem Lehrer ihren Lernweg dokumentieren und gestalten.

Die Silbenfibel Kompakt bietet durchgängig differenzierte Lernangebote und selbstdifferenziernde Aufgabenstellungen. Jedes Kind kann auf seinem Lernstand fördernde und fordernde Herausforderungen finden – und diese auch erfolgreich meistern. Nicht alle Kinder müssen alle Aufgaben bearbeiten.

Inklusion

Die Abstimmung von Standard- Ausgabe, Kompakt-Ausgabe, „Arbeitsblättern zur individuellen Förderung und Differenzierung“ und Lesebox mit den umfangreichen Differenzierungsangeboten ermöglicht in Klasse 1 ein gemeinsames Arbeiten und Lernen auf unterschiedlichen Niveaustufen.

Für den intensiven Förderbedarf kann die Lesebox auch über mehrere Schuljahre verwendet werden.

Deutsch als Zweitsprache

Für Kinder ohne jede Deutschkenntnisse empfehlen sich die Materialien der Reihe „Willkommen in Deutschland“, die durchgängig mit dem farbigen Silbentrenner ausgestattet sind. Aufbauend darauf ermöglichen die differenzierten Angebote (Standard- Ausgabe, Kompakt-Ausgabe, „Arbeitsblättern zur individuellen Förderung und Differenzierung“ und Lesebox) auch für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache einen optimalen Zugang zur deutschen Schrift.

Bayern – Ausgabe

Zur Methode allgemein

Kinder verfügen zunächst über schriftsprachunabhängige Fähigkeiten zur phonologischen Bewusstheit (Silbenklatschen/Reime/Lieder), die sich auf die späteren Schriftsprachfähigkeiten auswirken (Voraussetzungshypothese).
Mittels früher Schriftsprachkenntnisse (erste Buchstabenkenntnisse) und der damit verbundenen Einsicht in das alphabetische Prinzip erwerben sie offensichtlich weitere Fähigkeiten zur phonologischen Bewusstheit (Konsequenzhypothese), die sich wiederum auf die Schriftfähigkeit auswirken.
Angesichts unserer Erfahrung und vieler vorliegender Ergebnisse mit Vorschulkindern und Schulanfängern (für einen Überblick vgl. Schneider 1999, Marx et al. 2005) müssen beide Hypothesen sinnvoll zusammengeführt werden.

Fähigkeiten auf der Silben- und Onset-Reimebene garantieren nicht allein einen erfolgreichen Schriftspracherwerb. Ebenso wenig kann man jedoch davon ausgehen, dass alle Kinder die explizite phonologische Bewusstheit auf der Phonemebene allein durch die aktive Auseinandersetzung mit der Schriftsprache (Reichen, Spracherfahrungsansatz) erwerben. Beide Fähigkeiten entwickeln sich offensichtlich interaktiv.
Der Lehrgang ist deshalb der Interaktionshypothese zur Entwicklung und Förderung der phonologischen Bewusstheit im engeren Sinne verpflichtet.

Um allen Schülern einen erfolgreichen Lesestart zu ermöglichen, werden zu Beginn Aufgaben auf dem Niveau der erweiterten phonologischen Bewusstheit (explizite Wahrnehmung der Silben) bearbeitet: KonsonantVokal-Verbindungen werden als „Ganzheiten“, ausgehend von Schlüsselwörtern, automatisiert. Unmittelbar im
Anschluss werden die Vokale ausgegliedert (Silbenanalytische Methode). Konsonanten werden zunächst implizit wahrgenommen („ma“ wird von „la“ unterschieden). Die Positionen innerhalb der Silbe z.B. Del – fin werden mit „Starter: D“ – „Klinger: e“ – „Stopper: l“ bezeichnet und mit den entsprechenden Gebärden angezeigt.
Die durchgängigen Schreibübungen mit den „Häuschen“ verdeutlichen die phonologische Struktur der geerbten deutschen Wörter. Die Schüler werden mit den Regularien des deutschen Schriftsystems vertraut.

Die Verschriftung phonetischer Effekte („osdaeija“ für „Ostereier“) zu Lasten einer orthografischen Schreibweise wird vermieden.
Die Fähigkeit zur expliziten phonetischen Ausgliederung der Laute entwickelt sich in der Auseinandersetzung mit der Schrift und kann nicht als Voraussetzung von allen Kindern gefordert werden. Unter dem Dach des silbenanalytischen Ansatzes wird schreiborientiertes Arbeiten in Syntheseübungen angebahnt (Schreiben mit der Lauttabelle).

Die Silbe als zentrale Organisationsebene der deutschen Schrift bildet das Fundament beim Lesen und Schreiben. (Siehe auch: „Schriftsystem und Schrifterwerb“ Ursula Bredel, Astrid Müller, Gabriele Hinney ((Hgg.)) bei De Gruyter RGL 289)

Zur Konzeption der Fibel

Die Fibel bietet einen leseorientierten Ansatz zum Schriftspracherwerb.
Die Silben werden durch den farbigen Silbentrenner ausgegliedert.

Zur Konzeption der Texte und ihrer Inhalte:

Die Arbeitsweise mit den Doppelseiten der Fibel wird zu Beginn am Beispiel der Seite 18/19 erläutert. Die Formate „Spielen und schreiben mit Lauten und Silben“ werden vorgestellt und auf der Einbandinnenseite erläutert.

  • Die Illustration ist Anlass zu einem Klassengespräch. Was ist zu entdecken
  • Anfangs werden Schlüsselwörter (Mimi, Momo, Mama, Memo) und semantische Inhalte in Wort-Bild-Kombinationen und stetig komplexer werdende Texte angeboten.
  • Die Spiel- und Übungsformate „Silbenkelle“, „Silben fliegen hoch“ und „Silbenlauf“ im unteren Methodenfeld unterstützen anfänglich leistungsschwächere Schüler durch die Koordination von Bewegung und Silbensprechen.
  • Das Übungsformat „Mit der Lauttabelle lautgetreue Wörter schreiben“ bietet den Kindern zunächst Wörter wie „Limo, Tomate, Melone“ an. Diese Wörter sind im strengeren Sinn lautgetreu (was für geerbte deutsche Wörter aufgrund des „schwa“ in der Reduktionssilbe nicht gilt). Die ersten Beispiele werden auf den vorhergehenden Seiten spielerisch in „Silben fliegen hoch“ silbiert und entsprechende Silben phonetisch ausgegliedert. In „Limo, Tomate, Melone, Salami“ ist jeweils nur ein neuer Konsonant mithilfe der Lauttabelle zu gewinnen, was auch leistungsschwächeren Schülern gelingt und ihre Motivation verstärkt.
  • In den Aufgaben „Hefteintrag/Lerntagebuch“ werden Abschreibübungen und Fragen zum Text angeboten. Leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler schreiben zutreffende Passagen aus dem Fibeltext ab. Leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler formulieren die Antworten mithilfe der Lauttabelle freier, jeweils auf ihrem individuellen Leistungsniveau.
  • Die Aufgaben „Zauberwörter“, „Reimwörter“, „Was alle tun“ usw. können – über die durch unterstützende Illustrationen angedeuteten Lösungen hinausgehend – individuell bearbeitet werden.
  • Das Häuschenschreiben (Haus = prominente Silbe mit Garage = Reduktionssilbe) macht die Schülerinnen und Schüler mit der systematischen Schreibung der prototypischen deutschen Wörter vertraut.
    Die im Lehrplan genannten Phänomene, wie die Betonung der ersten Silbe, die ie-Schreibung, die Doppelkonsonanten, die Schreibung von „tz“ und „ck“, die Schreibung aller Nomen, Verben und Adjektive auf -er, -el und -en werden in „ABC der Tiere“ systematisch in den Häuschen A, B und C dargestellt. Die Verschriftung des „schwa“ in der Reduktionssilbe erfolgt immer mit „e“.
  • Die längeren Texte (Seite 86 ff.) können von fortgeschrittenen Schülern oder vom Lehrer vorgelesen werden. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler werden durch die „langen“ Texte herausgefordert, ihre individuelle Lesefähigkeit selbstständig weiter zu entwickeln. Die Fragen zu den Texten werden im Klassengespräch erörtert oder von Schülerinnen und Schülern individuell in freier Arbeit schriftlich beantwortet.
  • Gedichte empfehlen sich zum Auswendiglernen und zum Vortrag, auch in Verbindung mit darstellendem Spiel, z.B. „Herbstgedicht“. Die bayerische Mundart wird berücksichtigt.
  • Durch die sich wiederholenden Aufgabenformate und die verständliche Darstellung und Formulierung der Aufgaben ist die Fibel für das Arbeiten nach Wochenplan geeignet.
  • Die Hörproben zu den Seiten 48/49, 56/57, 86/87, 108 ermöglichen die Auseinandersetzung mit gesprochener Sprache.

Zur Konzeption des Arbeitsheftes zur Fibel

Das Arbeitsheft 1 entspricht in allen Punkten den Kriterien, die für die Fibel gelten. Alle Übungen beziehen sich auf eine konkrete Fibel-Seite.

  • Es bietet verschiedene und abwechslungsreiche Übungsformen an, um das flüssige Lesen (z.B. Silbenteppiche und gereimte Tiergedichte) zu fördern.
  • Es werden vielfältige und abwechslungsreiche Schreibaufgaben angeboten.

Teil A:

Schreiben nach Gebärden ab S. 6,
Schreiben mit dem Silbenschieber ab S. 7,
Schreiben der Schlüsselwörter ab S. 10,
Syntheseübungen ab S. 13,
Schreibung von Kombinationen aus Silben und Silbenbögen ab S. 21,
Sätze mithilfe der Illustration sinnvoll ergänzen oder Fragen mit eigenen Sätzen beantworten ab S. 35,
Häuschenschreibweise erfassen und Regelmäßigkeiten der prototypischen Wörter erkennen und beim
Schreiben anwenden ab S. 51,
Wortautomat einstellen und dreisilbige Lehnwörter schreiben ab S. 57,
Zauberwörter schreiben ab S. 59,
Bild ergänzen und mit eigenen Sätzen beschreiben ab S. 65,
Rätsel lösen und Wörter schreiben ab S. 72,
Fibeltext mithilfe von Pool-Wörtern oder frei nacherzählen und schreiben ab S. 78

Teil B:

Rätsel lösen und Lückentexte ergänzen ab S. 15,
Kreuzwörter lösen durch korrektes Schreiben ab S. 23,
Pluralbildung und Verkleinerungsformen durch Ableiten korrekt schreiben ab S. 33,
„Sparschreibweise“ St/st, Sp/sp anwenden ab S. 36,
Wörter mit „ai“ kennen und schreiben ab S. 45,
„ng“/„nk“ unterscheiden und schreiben ab S. 49,
V-Wörter kennenlernen und nach phonetischer Differenzierung (Höre ich F oder W?) schreiben ab S. 59,
Y-Wörter kennenlernen und nach phonetischer Differenzierung (Höre ich i oder ü oder j?) schreiben ab S. 71
Der Grundwortschatz wird berücksichtigt und erweitert.
Verschiedene Sozialformen werden angeboten.

Zur Konzeption des Schreiblehrganges Druckschrift

Der Schreiblehrgang Druckschrift entspricht in allen Punkten den Kriterien, die für die Fibel gelten. Alle Übungen beziehen sich auf bestimmte Fibel-Seiten.

  • Die graphomotorischen Fertigkeiten werden in Vorübungen (gerade Strichführung, Arkaden, Girlanden, Links- und Rechtskreise und Schleifen) entwickelt. Einzelne Übungen können in den ersten Wochen immer als „Aufwärmritual“ in den Unterricht einbezogen werden.
  • Elemente des neuen Buchstabens werden in einer Kopfzeile vorbereitet. Hilfen zum Bewegungsablauf werden durch Startpunkte und Richtungspfeile gegeben.
  • Die Lineaturen werden in zwei Größen angeboten und entsprechen den Empfehlungen des Lehrplans.
  • Für Linkshänder werden zusätzliche Hilfen angeboten.
  • Das Aufgabenniveau ist so angelegt, dass alle Kinder mit dem Schreiblehrgang erfolgreich arbeiten können.
  • Selbstdifferenzierende Aufgabenstellungen wie „Simsalabim, du hast drei Wünsche frei“ (Teil B S. 40) oder „Was hast du geträumt?“ (Teil B S. 52) ermöglichen die Bearbeitung auf dem individuellen Leistungsniveau.
  • Anregungen zur ästhetischen Gestaltung z.B. „Schreibe ein Winterelfchen“ (Teil B S. 4) oder „Gestalte ein Schmuckblatt“ (Teil A und B S. 65) werden gegeben.
  • Die Illustration der Einführungsseite zu den einzelnen Buchstaben mit großen Nachspurbuchstaben, einem Gebärdenkind und dem Tier der Lauttabelle sichert durch die Gebärde (motorisch und artikulatorisch) und das Tier (visuell und phonetisch analytisch) die Graphem-Phonem-Relation.

Kostenloses Prospekt

Katalog: LehrplanPLUS Bayern

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